Hannibal

Aus der Sammlung Gunter Bünecke, Düsseldorf

Das vorgestellte Rad
Hannibal 28”-Damenrad, Baujahr 1940 mit der Rahmennummer 92 417, Fertigung von 1925 bis 1940 in Lippstadt (Westfalen) durch Firma Werner Grübe (Grossist?). Es handelt sich hier um eines der letzten produzierten Fahrräder. Der ungewöhnliche Markenname „Hannibal“ stammt ursprünglich von einer Fahrradfabrik aus Kempten im Allgäu, von welcher Grübe sie übernahm. Der Name soll wohl an den Krieger Hannibal erinnern, der bei einem Feldzug über die Alpen drei Dutzend Kampfelefanten mitführte.

Woher stammt es und wie lange ist es in Deinem Besitz?
Der Mechaniker aus meiner Werkstatt hat es aus einem Schrottcontainer auf dem Böhler-Werk in Düsseldorf gefischt.


Was magst Du besonderes?
Alle drei wichtigen Teile sind vorhanden. Steuerkopf, Schutzblechemblem und Klingel. Was ich bis heute nicht verstanden habe, dass sich noch alles im Originalzustand befindet. Mir gefällt die ausladende Breite der NSU-Lenkerform, der geschmiedete Gabelkopf, sowie das Glockentretlager mit seinem Konterring.

Was magst Du nicht?
Die verblichenen Hannibal-Schriftzüge, aber ich denke nicht daran, etwas zu verändern.


Welches war Dein bestes Erlebnis mit ihm?
Mein Mechaniker hat es neu eingespeicht – das Rad sollte ja benutzt werden –, den Bosch-Dynamo instand gesetzt und die zerbeulte Bosch-Lampe dem Zustand des Rades angepasst. Ein einfaches, schlichtes und unbekanntes Rad ist aus dem Schrott auferstanden und lebt nun für die nächste Generation weiter.