Lovell

Der schöne Swift-Rahmen wurde von Silber-bronze und schwarzem Sprühlack befreit. Darunter fanden sich immer noch Reste der originalen Lackierung.

Aus der Sammlung von Jens Bredehöft, Buchholz

Das vorgestellte Rad…
…ist ein vollgummibereiftes Safety mit so genanntem Swift-Rahmen der Marke „Lovell Diamond Nr. 1“ der John P. Lovell Arms in Boston, USA. Es wurde unter Patentnahme 1891 bei Iver Johnson Co. in Fitchburg, Massachusetts gefertigt.


Das „Lovell“ ist mit indirekter Steuerung ausge-führt. Auf dem Unterrohr erkennt man die Pa-tentmarke.

Wie lange hast Du das Rad schon?
Seit Mai 2006 ist das gute Stück in meinem Besitz. Ich konnte es über die amerikanische Seite einer bekannten Internet-Auktions-Plattform ersteigern. Ein guter Freund aus Kalifornien half mir dann das Rad nach Deutschland zu holen.


Die außengelagerte Hinterradnabe erinnert noch an die Hochradära.

In welchem Zustand war es?
Leider wurde das Rad von einem Vorbesitzer unfachmännisch renoviert. Der eigentlich recht gute Originalzustand wurde gnadenlos heruntergeschmirgelt und mit schwarzem Lack und Silberbronze übersprüht.


Was magst Du an ihm besonders?

Ich war sofort von der Form begeistert. Als es dann ankam und ich die schönen Details sah, war ich noch glücklicher. So ist bei-spielsweise die Hinterradnabe wie bei einem Hochrad gefertigt. Sie ist außen gelagert, eine Achse gibt es nicht. Die Kettenspannung wird über das schwenkbare Tretlager eingestellt.
Seinerzeit wurde viel Werbung für dieses Modell gemacht, so konnte ich trotz des Alters eine Menge historischer Anzeigen sammeln. Es fährt sich ausgezeichnet und ist einfach schön anzusehen.


Die Patentmarke verrät neben den Daten der Patenterteilung am Rand auch den eigentlichen Hersteller.

Was gefällt Dir überhaupt nicht?

Da gibt es eigentlich nichts, was ich nicht mag. Vielleicht die ein oder andere Reparatur, die nötig war, um es wieder fahrtüchtig zu machen.

Und Dein schönstes Erlebnis mit dem Rad?

Schon die Organisation des Erwerbs über die Internetauktion und das Verschiffen der Maschine nach Deutschland waren ziemlich spannend und haben Spaß gemacht. Auf der Velocipediade 2007 in Hagen konnte ich es dann einer größeren Fahrradfangemeinschaft vorstellen.