Anker Mod. 2

Der Herrenrahmen mit dem leicht abfallenden Oberrohr und der markanten Dreieckstasche

Aus der Sammlung Andreas Perk, Münster/Westfalen

Das vorgestellte Rad
Herrenrad Baujahr 1919/20 Modell 2 oder 22(?) mit der Rahmennummer 102 305 aus der Fertigung der ANKER-Werke Bielefeld

Woher stammt es und wie lange ist es Deinem Besitz?
Ich bekam die Maschine im Frühjahr 2007 von Ivan Sojc aus Bad Brückenau.


Der schön geschwungene Bremshebel und der vernickelte Phoebus-Scheinwerfer vervollständigen den ansprechenden Gesamteindruck des ANKER-Rades

Was magst Du besonders?
Die elegante Form mit dem stark abfallenden Oberrohr und die Rahmenhöhe von 60 cm. Und die Patent-Innenbremse, welche einen ungestörten Blick auf das mit dem Anker schön gestaltete Steuerkopfschild zulässt. Die grazile und auch funktionierende Phoebus-Lichtanlage aus Schweizer Produktion und die schmalen Pedale mit dem kleinen Öler an der Seite. Außerdem gefallen mir die schmalen Doppelkammer-Wulstfelgen mit den roten Reifen.


Der elegante Phoebus-Dynamo mit dem linksseitigen Bedienungsknopf

Was magst Du nicht?
Dass ich nicht genau weiß, um welches Modell es sich handelt. Laut einem Katalog der frühen 1920er Jahre kommt nur eine Mischung aus dem Modell 2 „Vornehm ausgestattete Straßenmaschine“ (Innenbremse, Lenkerform und vernickelter Gabelkopf mit Facette) und dem Modell 22 „Neues Auslands-Modell“ (Kettenblatt und Lichtanlage) in Frage. Es ist durchaus möglich, dass kurz nach dem Ersten Weltkrieg Anker-Fahrräder aus den Teilen zusammengesetzt wurden, die gerade noch am Lager waren.
Leider kann ich es kaum fahren, da die Felgen und Reifen doch schon sehr gelitten haben, aber austauschen möchte ich die Räder auch nicht. Eine originale Anker-Klingel aus der Zeit fehlt leider noch.


Welches war Dein bisher bestes Erlebnis mit ihm?
Insgesamt die Aufbereitung und Fertigstellung des Rades. Sie hat 8 Wochen gedauert, aber ungeheueren Spaß gemacht. Ein Gefühl wie Weihnachten!
Besonders das Ergebnis des Lacks ist toll geworden, da ich die Rost- und Lackschäden mit geschwärztem Wachs behandelt habe. So entstand ein stimmiger Gesamteindruck!